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Alte Negative oder Dias scannen – Digitalisieren von Bildern

Wer noch alte Dias oder Negative zu Hause hat, der wird irgendwann sich überlegen diese zu digitalisieren. Denn mit der Zeit wird der Zustand der alten Dias oder Negative immer schlechter. Feuchtigkeit, Dreck und sonstige „chemischen Prozesse“ verursachen Flecken und lassen die einst mal leuchtenden Farben verblassen bzw. sich verändern. Höchste Zeit also die alten Bilder zu sichten und zu digitalisieren.

Im Handel kann man Scanner ab 70 Euro kaufen, aber auch Scanner, die 1000 Euro und mehr kosten können. Für ein paar Bilder tut es ein „billiger Scanner“. Ein 1000 Euro Scanner würde das Bild ja unnötig teuer machen.

Den Scannern liegt jeweils eine mehr oder wenig taugliche Software bei mit welcher man das zu scannende Bild vor dem Scanvorgang ansehen und „justieren“ kann. Kontrast, Farbe, Größe, Pixel etc. lassen sich einstellen.

Ich möchte nun nicht weiter auf Details eingehen – aber eins ist auf jeden Fall auch klar: es benötigt viel Zeit um die ganzen Bilder zu scannen. Zwar ist der jeweilige Scanvorgang zwischen ein paar Sekunden und mehreren Minuten – je nach Qualität und Einstellung möglich – aber man darf auch nicht die Nacharbeiten vergessen. Fussel, Farbfehler, Kratzer sind mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu retuschieren, ggf. nachträgliche Farbkorrekturen noch nötig. Ein „schneller“ Scanvorgang kann dann mitunter längere Nacharbeiten mit sich bringen.

Ich habe einige Tausend Bilder auf diesem Wege selbst gescannt und weiß wie aufwändig dies sein kann. Zufriedenstellend war es nicht immer. Aber ein Bild noch ein 2. oder drittes Mal einzuscannen – mit anderen Einstellungen – überlegt man sich wegen dem zusätzlichen Zeitaufwand jedes Mal aufs Neue.

Bild digitalisieren lassen
Bild digitalisieren lassen | ©: www.querrum.de

Bild selbst mit Scanner digitalisiert
Bild selbst mit Scanner digitalisiert | ©: www.querrum.de

Irgendwann habe ich mich dazu durchgerungen alle meine Bilder von einem professionellen Bilderdienst einscannen zu lassen. Vor Jahren war das eine teure Angelegenheit, mittlerweile gibt es Anbieter, die für 8-12 Cent schon ansehnliche und vollkommen ausreichende Scans produzieren.

Möchte man eine höhere Auflösung, eine automatische Staubentfernung, oder gar teilweise manuelle Korrekturen am Bild vornehmen lassen, dann verteuert sich die Bearbeitung pro Bild. Das hängt dann vom Budget ab, was man bereit ist zu investieren.

Natürlich kann man nicht erwarten, dass ein uraltes Bild, welches schon Flecken oder Farbverluste aufweist, niemals mehr wieder im ursprünglichen Glanz leuchten wird. Je schlechter die Vorlage, desto weniger gut wird der Scan werden können. Von daher der Tipp: nicht mehr Jahre warten, sondern jetzt handeln und die Bilder digitalisieren lassen bevor die Qualität sich noch weiter verschlechtern wird.

Bilder Scannen lassen, oder selber einscannen?

Ich habe mal die Vor- und Nachteile an Zeit und Kosten aufgelistet:

Beispiel: 2000 Bilder sind zu digitalisieren, etwa 100 Bilder sind in ganz schlechten Erhaltungszustand, etwa 700 Bilder haben sichtbaren oberflächlichen Staub oder Fussel.

Kosten Bilder digitalisieren und automatisch wenigstens vom groben Fusseln befreien zu lassen:

2000x 16 Cent (ca. 3900dpi) = ca. 320 Euro

Zeitaufwand um ca. 300 Bilder manuell zu bearbeiten, jedes Bild ca. 5 Minuten = 1500 Minuten

Kosten, die entstehen, wenn man die 2000 Bilder selbst versucht zu digitalisieren:

Scannerkosten: 100 – 1000 Euro

Zeitaufwand für den schnellen Scanvorgang, jedes Bild ca. 1 Minute = 2000 Minuten

Zeitaufwand um ca. 1100 Bilder manuell nachzubearbeiten, jedes Bild ca. 5 Minuten = 5500 Minuten.

Fazit:

wer einen billigen Scanner kauft wird vermutlich dies mit mehr Zeitaufwand für die Nachbearbeitung erkaufen um auf ähnliche Qualität zu kommen. Wem die Qualität nicht so wichtig ist, oder viel Zeit hat um x-Mal ein Bild einzuscannen, der kann diesen Weg beschreiten.

Für alle anderen lohnt sich ein Digitalisierungsservice allemal. Und Optimierungsfetischisten finden immer noch ein Staubkorn. Denn wie gesagt: die alten Bilder tragen ihre Spuren bereits in sich.

Wie kommen die Bilder zum Digitalisierungsspezialisten?

Negative oder wenige Diakästen können per versichertem Paket versendet werden. Wer allerdings 20-30 Diakästen in einem großen Paket versenden will sollte bedenken, dass diese Diakästen eine unsanfte Reise vor sich haben. In meinem Fall kamen die Diakästen teilweise demoliert an und vollkommen demoliert zurück. Ein paar Diarähmchen haben sich durch die Paketversanderschütterungen gelöst, so dass es auch Schwierigkeiten gab hier die Diareihenfolge wieder herzustellen.

Tipp

Vermutlich hätte ich wenigstens die Diakästen jeweils einzeln mit einem dicken Luftpolster einpacken und verkleben sollen und anstatt in einem Umzugskarton zu versenden, mindestens 3 Pakete daraus machen sollen. Zusätzlich hätte ich mit durchsichtigem Klebeband noch die Diakastenklappen fest zukleben sollen. Denn diese sind bei 1/3 der Kästen herausgebrochen, so dass auch die Diakastennummerierung verloren gegangen ist.

Da ich die Dias nach dem Scanvorgang sowieso entsorgen wollte war das mit den kaputten Diakästen nun nicht ganz so schlimm, wenn auch ich sehr überrascht war. Schlimmer wäre gewesen, wenn alle Bilder lose im Karton gelegen wären. Das war jedoch zum Glück nicht der Fall.

Bildvergleich

Eigenscan - Scan vom Digitalisierungsservice

Bild digitalisieren lassen
Bild digitalisieren lassen | ©: www.querrum.de

Bild selbst mit Scanner digitalisiert
Bild selbst mit Scanner digitalisiert | ©: www.querrum.de

Bild digitalisieren lassen
Bild digitalisieren lassen | ©: www.querrum.de

Bild selbst mit Scanner digitalisiert
Bild selbst mit Scanner digitalisiert | ©: www.querrum.de

Bild digitalisieren lassen
Bild digitalisiert ohne Nachbearbeitung | ©: www.querrum.de

Bild selbst mit Scanner digitalisiert
Bild digitalisiert, danach manuell nachbearbeitet: Flecken entfernt, Kontrast, Farbsättigung hinzugegeben
Aufwand ca. 5 Minuten
©: www.querrum.de

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