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Bozen: das Herz von Südtirol

Bozen ist mit seinen knapp 103.000 Einwohnern nicht nur eine der größten Städte in den Alpen, sondern auch die Hauptstadt von Südtirol, der nördlichsten Provinz von Italien. Zusammen mit der südlichen Nachbarprovinz Trient bildet sie die autonome Region Trentino-Südtirol, wobei beide Provinzen ein hohes Maß an Autonomie genießen.

Das ist Südtirol

Weil Südtirol über Jahrhunderte hinweg zum Reich der Habsburger gehörte, unterscheidet sich diese Provinz auch heute noch sprachlich - ein großer Teil der Südtiroler spricht deutsch - und kulturell vom Rest des Landes. Bis heute pochen die Südtiroler auf ihre Sonderrolle, viele streben sogar die Unabhängigkeit von Italien an.

Bozen / Bild Nr. 32039448
Bozen | ©: palomita0306 - Fotolia

Die Geschichte

Schon im frühen Mittelalter gehörte Südtirol zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation und hatte für dessen Herrscher als Brücke nach Italien eine große strategische Bedeutung. 1363 fiel Südtirol unter die Herrschaft der österreichischen Habsburger, die hier bis 1918 regierten: Nachdem im Ersten Weltkrieg die Waffen am 3. November 1918 schwiegen, wurde die Provinz von italienischen Truppen besetzt. Die Region fiel mit dem Vertrag von Saint-Germain am 10. September 1919 endgültig an Italien.

Die Brücke der Kulturen

Weil in der zweisprachigen Stadt die deutsch-österreichische Kultur gleichberechtigt neben der italienischen existiert, gilt Bozen als eine Brücke zwischen den Kulturen. Die Stadt liegt etwas südlich im Herzen von Südtirol zwischen den Großstädten Innsbruck und Trient und circa 640 Kilometer von Italiens Hauptstadt Rom entfernt.

Laubengasse in der Altstadt von Bozen / Bild Nr. 18830571
Laubengasse in der Altstadt von Bozen | ©: Jörg Hackemann - Fotolia

Die Geschichte

Bozen wurde im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts vom Trienter Bischof Adalbert II. gegründet und entwickelte sich rasch zum wichtigsten Zentrum für Fernhandel in Tirol. Diese herausragende Bedeutung verlor Bozen jedoch im Lauf des 19. Jahrhunderts. Nachdem die Faschisten unter Benito Mussolini 1922 die Macht in Italien erobert hatten, trieben sie die Italisierung Südtirols voran. Während Familien aus dem Süden nach Bozen umgesiedelt wurden, blieb den ursprünglichen Einwohnern nur die Wahl, sich anzupassen oder auszuwandern. Diese radikale Politik sorgt bis heute immer wieder für Spannungen zwischen den deutsch- und den italienischstämmigen Bozenern. Diese Ansiedlungen förderten aber andererseits auch das Wachstum von Bozen, das 1966 erstmals die 100.000-Einwohner-Grenze überschritt und zur Großstadt wurde. Nachdem 1975 mit mehr als 107.000 Einwohnern die höchste Bevölkerungszahl verbucht wurde, steigt diese nach einem Rückgang seit Anfang des 21. Jahrhunderts wieder an.

Der Motor Italiens

Südtirol gehört zum wirtschaftlich starken Norden des Landes. Als wichtigster Wirtschaftsfaktor gilt der Dienstleistungsbereich, insbesondere der Tourismus. Eine wichtige Rolle spielt auch die Landwirtschaft, in der fast zehn Prozent der Arbeitnehmer beschäftigt sind, sowie Handwerksbetriebe und kleinere Industriebetriebe. Mit großem Abstand bietet Bozen die meisten Arbeitsplätze, auf den Rängen folgen Meran und Brixen.

Das Urlaubsland

Dolomiten / Bild Nr. 18830571
Dolomiten | ©: Bergfee - Fotolia

Vor allem Wanderer und Radfahrer sind von Bozen und seiner Umgebung fasziniert. Schließlich gibt es hier ein hervorragend ausgebautes Wegenetz für alle Schwierigkeitsgrade. Kultururlauber können beispielsweise in der mittelalterlichen Altstadt den Charme der vergangenen Jahrhunderte entdecken oder Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Runkelstein, das den größten mittelalterlichen Freskenzyklus beherbergt, besichtigen. Für Genussurlauber wartet direkt vor den Toren der Stadt das größte Weinanbaugebiet in Südtirol darauf, entdeckt zu werden. Für jede Interessensgruppe bietet Bozen auch entsprechende Erlebnispakete.

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